CABEE

CABEE - Capitalizing Alpine Building Evaluation Experiences

Projektträger

Regionalentwicklung Vorarlberg eGen

Hof 19

6861 Alberschwende

Kurzbeschreibung

Über 40% der Energie wird im Bausektor benötigt. Der öffentliche Bau hat Vorbildcharakter in Bezug auf Architektur und neuerdings in Bezug auf die Energieeffizienz. Qualitätskriterien in Bezug auf Energieeffizienz und CO2 sensibler Bauausführung finden in Entscheidungsprozessen zu wenig Anwendung und können im Zusammenhang mit dem  Vergabeverfahren kaum berücksichtigt werden.  Im Alpineraumprojekt ENERBUILD wurden spezifische Tools entwickelt und in Vorarlberg unter dem Titel KGA umgesetzt. Dieses Tool bietet sich als länderübergreifender Lösungsansatz an, ein Tool das im Sinne eines open source Prozess weiterentwickelt und regional adaptiert werden kann.

Mit dem erwähnten Tool und der Umsetzung des Lifecycle Tower One nimmt Vorarlberg eine führende Rolle ein. Im Interesse der Bauwirtschaft und der KMUs ist dieser aktuelle Know-how Vorsprung dringend zu nutzen. Mit aktiver Verbreitung der Ergebnisse kann Vorarlbergs Bauwirtschaft nicht nur auf dem Sektor der Architektur, sondern insbesondere auf dem Sektor des energieeffizienten und CO2 reduzierten Bauens punkten.

Im transnational definierten Projekt CABEE werden in europäischen Regionen Adaptierungen und Anwendungen zur weiteren Evaluierung und Verbreitung vorgenommen. Gemeinsam wird das Ziel einer Europäischen Standardisierung angestrebt.

Ausgangslage

Faktum ist, dass die Bauwirtschaft einen entscheidenden Faktor der Beschäftigung im Alpenraum darstellt. Insbesondere in den ländlichen Gebieten befinden sich Unternehmen, die in dieser Branche tätig sind, und für Beschäftigung sorgen. Andererseits sind es auch die Gebäude, die den Energieeinsatz in ihrer Entstehung aber vor allem in ihrem Betrieb fordern. Um in Richtung Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern zu gelangen ist es dringend notwendig, im Bausektor wesentliche Akzente zu setzen. Aufgrund dieser Situation hat in der Vergangenheit eine Reihe von Initiativen stattgefunden und findet aktuell statt. Einzelne Initiativen sind vorbildlich und es ergibt viel Sinn, die Ergebnisse zu verbreiten, das heißt zu kapitalisieren. Das Projektkonsortium von ENERBUILD, bestehend aus Regionen und Clusterorganisationen im Bausektor, haben diese Situation erkannt und beabsichtigen in einem weiteren gemeinsamen Projekt unter Zuzug weiterer Projektpartner aus dem Alpenraum, die gewonnen Erkenntnisse zu kapitalisieren. Dementsprechend wurde unter Leitung der Regionalentwicklung Vorarlberg, die Projektentwicklung initiiert.

Ziele/Wirkung

Ziel des Projektes ist es, aktuelle Erkenntnisse im Bereich des energieeffizienten Bauens in die Breite zu bringen, Entscheidungsträger, Bauherren und planende und ausführende Unternehmen den Zugang zu den neusten Erkenntnissen zu erleichtern.

Dadurch sollen einerseits die heimischen Betriebe gestärkt werden, andererseits sollen die nationalen und EU-weiten Umweltziele durch einen aktiven Betrag erreicht werden.

Inhalte

Neben der transnationalen Koordination des Projektes beabsichtigt die Regionalentwicklung Vorarlberg die Governmentstrukturen in Richtung ökologisches Bauen zu verbessern, die bisherigen Erkenntnisse in eine Open-Source-Struktur zu bringen um eine laufende Weiterentwicklung sicherzustellen sowie ein 100 %-ige Abdeckung im ökologischen Bausektor für öffentliche Bauten zu erreichen.

Darüber hinaus soll eine internationale Konferenz zum Know-how-Austausch in Vorarlberg stattfinden und es soll sich eine Open-Source-Plattform (organisatorische Einheit) entwickeln, die sicherstellt, dass eine laufende Weiterentwicklung der gemeinsam erarbeiteten Instrumente und Methode stattfindet. 

Resultate

Durch die Zusammenführung der Ergebnisse aus vielen Projekten der Forschungs- und regionalen Entwicklungsprogramme entsteht ein Mehrwert für die beteiligten Organisationen. Die Kapitalisierung der vorhandenen Ergebnisse steht im Mittelpunkt der Bemühung. So ist zu erwarten, dass auf Vorarlberg bezogen Verfeinerungen, Erweiterungen im Zusammenhang mit dem KGA-Modell erfolgen. Nach Abschluss des Projektes sind die Ergebnisse vermittelbar aufbereitet und in eine Struktur gebracht, die eine laufende Weiterentwicklung ermöglicht.

In Vorarlberg geht man davon aus, dass aufgrund der erarbeiteten Governmentstrukturen 100 % aller errichteten öffentlichen Gebäude ökologisch und energietechnisch optimiert bzw. letztlich zertifiziert sind. Zudem ist eine Plattform innerhalb der NENA Organisation errichtet, die eine laufende Weiterentwicklung auf europäischer Ebene vorsieht. 

Bezug zum Programm

INTERREG Alpenraumprogramm.

Das Projekt wurde federführend von Telesis im Namen der Regionalentwicklung mit transnationalen Partnern entwickelt und umgesetzt.

Projektlaufzeit
2012 - 2015