CESBA-Alps

Sustainable Neighbourhoods in the Alpine Space - Nachhaltige Regionen im Alpenraum

Projektträger

Regionalentwicklung Vorarlberg eGen

Hof 19

6861 Alberschwende

Kurzbeschreibung

Derzeit verfügbare Systeme zur Bewertung der Nachhaltigkeit umfassen Gebäude und kleine Siedlungsgebiete, ohne Berücksichtigung der räumlichen Komponente, welche speziell in ländlichen, alpinen Regionen mit geringer Dichte von Bedeutung ist. Das Projekt „CESBA Alps“ zielt darauf ab, die Entwicklung, den Austausch und die Umsetzung innovativer Konzepte für die Energieraumplanung auf der Grundlage gemeinsamer Bewertungsinstrumente zu erleichtern.

Durch die Entwicklung eines Bewertungsrahmens und einem Anreiz für ein nachhaltiges und CO2 armes Bauen und Wirtschaften, soll das Projekt die Nachhaltigkeit und Energieeffizienz der bebauten Umwelt im Alpenraum verbessern.

Gemeinden, Fachorganisationen und KMU’s werden im Rahmen des Projekts in der Bewertung der Nachhaltigkeit eines Gebietes unterstützt. Innovative Ansätze sollen die Definition von klaren und objektiven Leistungszielen, die Entscheidungsfindung in regionalen Planungsprozessen sowie die Umsetzung und Überwachung der effektiven CO2 Politik fördern. Hauptergebnisse des Projektes umfassen einen allgemeinen länderübergreifenden Rahmen für die Beurteilung und Bewertung von Gebieten, eine Reihe von harmonisierten, validierten und regional angepassten Bewertungswerkzeugen, Anreizsystemen und einen Leitfaden für die Durchführung zur Bewertung von Maßnahmen in der CO2 Politik und in der Raumplanung. Ziel ist auch die Schaffung und Förderung von lokalen CESBA Lenkungsgruppen und die Definition von Strategien für nachhaltige ländliche Gebiete und Städte.

Das CESBA Alps Projekt wird Teil der grenzüberschreitenden CESBA Initiative sein, welche die langfristige Verfügbarkeit der technischen Rahmenbedingungen und des Kooperationsnetzwerks gewährleistet und die Einführung und Nutzung der entwickelten Methoden für die räumliche Bewertung im Alpenraum erleichtert.

Das Ziel von CESBA Alps ist es, basierend auf der Grundlage gebietsübergreifender Bewertungsinstrumente, die Entwicklung und Umsetzung von Energie- und Umwelt-Politiken und Strategien auf territorialer Ebene zu erleichtern.

CESBA Alps möchte das institutionelle Potenzial für die Förderung einer nachhaltigen bebauten Umwelt, durch die Zusammenarbeit der Regionen und durch die Implementierung geeigneter Instrumente der Energieraumplanung verbessern.

Ausgangslage

Ziele/Wirkung

  • Leitfaden für bewertungsgestützte regionale CO2 Politiken;
  • Implementierung eines Bewertungs- und Monitoring-Systeme für eine nachhaltige Energie-Raumplanung;
  • Implementierung und Pilotbetrieb von lokalen Organisationsstrukturen in Form von lokalen Steuerungs- und Lenkungsgruppen.

Inhalte

Pilotregion Leiblachtal:

Das Leiblachtal ist die nördlichste Region Vorarlbergs, einem Bundesland in Österreich; grenzt an die Bayrische Region Allgäu und an den Bodensee. In den vergangenen Jahren haben sich die 5 Gemeinden der Region in einem regionalen Entwicklungsverband zusammengeschlossen. Ein Maßnahmenschwerpunkt betrifft die Entwicklung einer vorbildlichen Energieregion. Dementsprechende Strategien und Maßnahmenpläne wurden gebildet und Aktionen von den örtlichen Energieteams auf akkordierte Weise umgesetzt. Die Strategien der Energieautonomie Vorarlberg bieten die Grundlage zur Erarbeitung von Maßnahmen und Initiativen.

Gemeinden in der Region Leiblachtal: Eichenberg, Hohenweiler, Hörbranz, Lochau, Möggers

Anzahl Gemeinden:                             5  

EW Einwohner:                                    14.117  

Erwerbstätige:                                      6.479  

Fläche ha:                                              5.046  

Resultate

Die Energieregion Leiblachtal steht im Projekt CESBA Alps für die Umsetzung eines umfassenden Energiekonzeptes als Pilotregion zur Verfügung. Dabei soll ein Instrument der Energieraumplanung entstehen, welches in der Lage ist, eine laufende Verbesserung der Energieeffizienz und der Reduktion des CO2-Ausstoßes darzustellen und damit als Steuerungsinstrument für die Region und den einzelnen Gemeinden zu dienen. Neu und damit die besondere Entwicklungsleistung im Projekt ist die Zusammenführung von Daten aus unterschiedlichsten Datenquellen zu einer gemeinsamen Datenbasis, die eine umfassende und verortete Auswertung der aktuellen Situation ermöglicht. Die Daten dienen in der Folge Simulation bzw. Prognoserechnungen. Die Ergebnisse und Methoden sollen auf andere Gemeinden und Gebiete des Landes übertragbar sein.

Bezug zum Programm