PlurAlps

Stärkung der Kapazitäten für einen pluralistischen Alpenraum

Projektträger

Regionalentwicklung Vorarlberg eGen

Hof 19

6861 Alberschwende

Kurzbeschreibung

Der Alpenraum durchlebt in den kommenden Jahren in Bezug auf die Zusammensetzung der Bevölkerung die kombinierten Herausforderungen durch eine alternde Bevölkerung und neue Migrationsmodelle. Daraus ergeben sich aber auch Möglichkeiten für soziale Innovation durch einen kreativen und offenen Umgang mit der Vielfalt und einen bewusst verfolgten Pluralismus. Vor allem ländliche Regionen und Bergegebiete brauchen neue Ansätze für eine breit verankerte Willkommenskultur. PlurAlps zielt darauf ab, Gemeinden, KMUs und die Zivilgesellschaft bei der Entwicklung einer Willkommenskultur zu unterstützen und dadurch die Attraktivität und den sozialen Zusammenhalt im ländlichen Raum zu stärken.

Ausgangslage

Ziele/Wirkung

Oberziel: PlurAlps steigert die territoriale Attraktivität und den sozialen Zusammenhalt in alpinen Gemeinden und Regionen durch eine Verbesserung der Kapazitäten zur Erbringung von Dienstleistungen von allgemeinem Interesse für die Integration von MigrantInnen.
Spezifisches Ziel 1: Verbesserung der Strategien für Sozialplanung und der Integration von MigrantInnen
Spezifisches Ziel 2: Verbesserung der Sektor übergreifenden Zusammenarbeit für die Integration von MigrantInnen
Spezifisches Ziel 3: Sensibilisierung der Öffentlichkeit und Bottom-up-Politikberatung

Inhalte

Neben Projektmanagement und Kommunikation besteht das Projekt PlurAlps aus den folgenden inhaltlichen Arbeitspaketen:


T1: Analyse der Projektumgebung
Leitung des Arbeitspakets: Europäische Akademie Bozen (EURAC) (IT)Aktivitäten: In diesem AP analysieren die Projektpartner gemeinsam die relevanten Aspekte der Projektumgebung. Es werden abgeschlossene Projekte und verfügbare Datensammlungen im Alpenraum erhoben und auf deren Potenzial zur Kapitalisierung im Projekt hin untersucht. In den Pilotgebieten wird eine vertiefte Analyse des Status Quo zu Projektbeginn durchgeführt. Basierend auf verfügbaren Instrumenten und Daten sowie den Anforderungen in den teilnehmenden Gemeinden, wird ein Kriterienkatalog für das Sozialplanungsinstrument erarbeitet. Des Weiteren werden die Governance- und Netzwerkstrukturen in den teilnehmenden Regionen untersucht und verglichen. Der gesetzliche Rahmen im Alpenraum wird auf mögliche Kooperationsbereiche im Themenfeld Migration und Willkommenskultur untersucht.


T2: Entwicklung Sozialplanungsinstrument
Leitung des Arbeitspakets: Gemeindenetzwerk Allianz in den Alpen (AidA) (DE)
Aktivitäten: In den teilnehmenden Gemeinden werden Arbeitsgruppen gebildet. Gemeinsam mit ihnen werden die Anforderungen an das Sozialplanungsinstrument herausgearbeitet. Mit Unterstützung von Experten wird der Fragenkatalog sowie der Bewertungsrahmen für das Sozialplanungsinstrument erarbeitet. Eine benutzerfreundliche online Version des Instruments wird erstellt. Für die teilnehmenden Regionen werden BeraterInnen geschult, die die Gemeinden bei der Anwendung des Instruments unterstützen. Jene Gemeinden, die die Analyse mit dem Instrument durchführen, werden im Anschluss unterstützt, einen Aktionsplan zu erstellen.

T3: Entwicklung neuer Angebote und Dienstleistungen für MigrantInnen
Leitung des Arbeitspakets: Regionalentwicklung Vorarlberg eGen (AT)
Aktivitäten: In allen 6 teilnehmenden Ländern, werden von den Partnerorganisationen Pilotaktionen zur Entwicklung und Umsetzung von neuen Angeboten und Dienstleistungen gestartet. Die geplanten Pilotaktionen zielen auf eine verbesserte Integration im sozialen Umfeld und im Arbeitsmarkt ab und zeigen auch Möglichkeiten auf, wie Migration und Umwelt- bzw. Landschaftsschutz zusammenspielen können. Die Erfahrungen aus den Pilotaktivitäten werden in einer Toolbox zusammengestellt und für andere Organisationen verfügbar gemacht.

T4: Kapazitätsentwicklung und Politikberatung
Leitung des Arbeitspakets: Region Piemont (IT)
Aktivitäten: In diesem AP werden Gute-Praxis-Beispiele gesammelt. Es werden Austauschbesuche organisiert und Veranstaltungen zur Wissensvermittlung durchgeführt. Basierend auf den Erfahrungen aus den anderen Arbeitspaketen, wird ein Weißbuch erstellt, mit Vorschlägen an regionale, nationale und transnationale Entscheidungsträger zur Zusammenarbeit im Alpenraum.

Resultate

  • Ein transnational getestetes Instrument zur Sozialplanung auf Gemeindeebene, welches systematisch die Belange der Zuwanderer und der Einheimischen mitberücksichtigt
  • Aktionspläne für soziale Integration in 10 Gemeinden des Alpenraums
  • 9 neue Angebote oder Servicemodelle zur Verankerung einer Willkommenskultur in Gemeinden und KMUs
  • Eine alpenraumweite Sammlung von Gute-Praxis-Beispielen einer gelebten Willkommenskultur
  • Eine Toolbox für Gemeinden und KMUs zur Umsetzung von neuen Ansätzen zur Verankerung einer Willkommenskultur
  •  Ein Weißbuch mit Vorschlägen an regionale, nationale und transnationale Entscheidungsträger

Bezug zum Programm

Interreg ALPINE SPACE 2014-2020 | ALPENRAUMPROGRAMM
Das Projekt wurde von Telesis im Auftrag der Regionalentwicklung Vorarlberg mit transnationalen Partnern entwickelt, der Antrag wurde im 2. Projektauftruf bewilligt. Telesis agiert auch als Umsetzungspartner.

Projektlaufzeit
2016 - 2019