GVN

GVN - Gemeinschaft-Nahversorgung-Vorsorge

Projektträger

TALENTE Vorarlberg

Weidenweg 2

6850 Dornbirn

Kurzbeschreibung

Das Projekt setzt auf den Ausbau und die Sicherung des sozialen Kapitals in verschiedenen Bereichen. Um die Zusammenarbeit und die Beschäftigung zu erleichtern, wird ein Komplementärwährungssystem großräumig (grenzüberschreitend) umgesetzt. Das Projekt profitiert von den bereits bewährten kleinräumig funktionierenden Talentetauschsystemen.

Ausgangslage

Eine zunehmende Bereitschaft zur Zusammenarbeit ist zu erkennen. In Vorarlberg z.B. gibt bereits eine Teilung in 8 Regionalgruppen, die landesweit vernetzt sind, die Initiativen IG Lebensgestaltung strebt einen Zusammenschluss der Initiativen im Süddeutschen Raum an, die Zeitbörse von Benevol in St. Gallen beabsichtigt sich in der Schweiz mittels Regionalgruppen zu verbreiten. Mit einem gemeinsamen Projekt beabsichtigt die Talent Dienstleistung und Handel e.Gen. und der Verein für Zusammenarbeit regionaler Tauschsysteme die lokalen und regionalen Initiativen unter einem Dach zu versammeln und den gegenseitigen Austausch von Leistungen über die Ländergrenzen zu forcieren und das gemeinsame Lernen aus den bestehenden Projekten zu fördern, sowie deren Administration zu erleichtern.
Gemeinsame Standards, das Ausweiten der Angebote und eine gemeinsame Weiterentwicklung des Softwarestandards für Abrechnungsplattformen (administrative Erleichterung) sind wünschenswert. In vielen Bereichen, wie dem bürgerschaftlichen Engagement, der Nahversorgung, der Finanzierung, der Betreuung und Pflege im Alter werden große Anstrengungen unternommen, Alternativen zu finden, die die Beteiligung der Menschen erleichtert und finanzielle Hürden abbaut.

Tauschinitiativen (Tauschkreise, Zeitbörsen etc.), wie sie in den letzten 15 Jahren rund um den Bodensee in einigen lokalen Initiativen entstanden sind, zeigen Lösungsansätze auf, wie das Engagement der Bürger gesteigert und die Beschäftigung verbessert / unterstützt werden kann. Da der Betrieb derartiger Initiativen gewissen Regeln unterworfen ist, liegt der Gedanke an die Zusammenarbeit nahe.

Ziele/Wirkung

Das Projekt setzt auf den Aufbau und die Sicherung des sozialen Kapitals in mehreren Bereichen.
Ziel ist die Entwicklung eines grenzüberschreitenden Modellprojekte in den Bereichen Nahversorgung, Mobilisierung der Nachbarschaftshilfe und generationen-verbindender Altersvorsorge unter Einsatz von komplementären Zahlungssystemen.
Oberstes Ziel ist es, neue Formen der Beschäftigung zu ermöglichen und die Zusammenarbeit der Generationen zu intensivieren.
Das Projekt setzt auf den Aufbau und die Sicherung des sozialen Kapitals in mehreren Bereichen.
Ziel ist die Entwicklung eines grenzüberschreitenden Modellprojekts in den Bereichen Nahversorgung, Mobilisierung der Nachbarschaftshilfe und generationen-verbindender Altersvorsorge unter Einsatz von komplementären Zahlungssystemen.
Oberstes Ziel ist es, neue Formen der Beschäftigung zu ermöglichen und die Zusammenarbeit der Generationen zu intensivieren.
Die Modelle bauen auf den bestehenden Erfahrungen der beteiligten Initiativen auf, werden gemeinsam mit den betroffenen Akteuren in der Region ausgearbeitet, in einer Pilotphase umgesetzt und zur Verbreitung im Internet dokumentiert. Um die Zielerreichung zu unterstützen, wird eine gemeinsame Abrechnungsplattform implementiert, ein gemeinsamer Softwarestandard eingeführt und gemeinsame Qualitätskriterien für komplementäre Währungssysteme entwickelt.

Inhalte

In dem Projekt werden 4 Schwerpunkte bearbeitet. Es werden drei Modelle unterschiedlicher Zielgruppen entwickelt und ein internetbasiertes Abrechnungstool eingerichtet.

Die drei Modelle sind:

Modell1: Nahversorgung
Darstellung der erweiterten Beschäftigungsmöglichkeit im Bereich der Nahversorgung, Definition und Erprobung der Abläufe an mehreren Standorten

Modell2: bürgerschaftliches Engagement
Es wird dargestellt, wie Nachbarschaftshilfe organisiert wird sowie Freiwilligenarbeit und Ehrenamt in ihrer Verbindlichkeit erhöht werden. Ausgewählte Orte (grenzüberschreitend) dienen als Modell.

Modell3: Altersvorsorge
Ein Modell, bei dem die Beteiligten aufzeigen, dass sie für sich selber Altersvorsorge treffen können, indem sie selbst häusliche und stationäre Dienste übernehmen.
Abrechnungstool
Die drei genannten Module sollen durch ein einheitliches Administrationssystem und Abrechnungsstandard bedient werden. Dazu wird ein eigenes (horizontales) Arbeitspaket definiert:
Im Rahmen des Projektes wird auch auf die Erfahrungen lokaler Abrechnungspraxen zurück gegriffen, ganzheitlich konzipiert und auf ein Internet basiertes Abrechnungsinstrumentarium gebracht. Die Praxis bezogenen Modelle 1 bis 3 dienen in der Entwicklung gleich als Pilotanwendungsfälle, es erfolgt somit eine praxisbezogene Systementwicklung für die Akteure. Die Zusammenarbeit in diesem Arbeitspaket ermöglicht den drei Teams nicht nur gemeinsam die Abläufe zu definieren, sondern auch ihre Erfahrungen im praktischen Umgang und Zugang auszutauschen.

Hinweis: In jedem der beteiligten Länder wird mindestens ein Modell implementiert und die gewonnenen Erfahrungen in die gemeinsame Verwaltungsplattform eingebracht und für die Weiterentwicklung der Modelle grenzüberschreitend ausgetauscht.

Meilensteine und Projektphasen
1. Entwurf Teambildung
2 Monate Laufzeit
An mehreren Orten, grenzüberschreitend, werden lokale Teams eingerichtet, deren Aufgabe es ist, mindestens eines der angestrebten Modelle mitzuerarbeiten und in der Folge lokal umzusetzen. Unter Leitung der lokalen Organisationen werden die Teams gebildet.

2. Lokale Versuche
3 Monate Laufzeit
Die in den Teams und durch die Moderation der Projektleitung entworfenen Modelle werden auf lokaler Ebene pilothaft zur Umsetzung gebracht.

3. Vergleich der Modelle
3 Monate Laufzeit
Hier geht es um den Erfahrungsaustausch der Pilotaktionen und die Bildung der Grundlagen für die gemeinsame administrative Plattform.

4. Testbetrieb
3 Monate Laufzeit
Das auf Internet basierte und im Rahmen des Arbeitspaketes entwickelte Tool wird mit den Abrechnungsdaten der aktiven Pilotgruppen bedient und im Handling getestet. Die Ergebnisse sind Input für die Finalisierung.

5. Finalisierung
3 Monate Laufzeit
Sowohl die lokalen Anwendungsgruppen als auch das gemeinsame Abrechnungsmodell wird in dieser Phase in einen betriebsfähigen Zustand geführt. Dabei finden zwischen den Arbeitsgruppen immer wieder Abstimmungen statt.

6. Verbreitung
3 Monate Laufzeit
In dieser Phase geht es um die Absicherung für einen zukünftigen Betrieb. Dies gilt ebenfalls für die Pilotanwendungen an verschiedenen Orten als auch für die gemeinsame Plattform.

Resultate

Im Zeitraum des Projektes konnten eine Vielzahl an Initiativen zur Implementierung lokaler Währungen umgesetzt werden. Die lokale Währung soll im sozialen vor allem aber auch im Nahversorgungsbereich verstärkt Einsatz finden. So konnten in Vorarlberg die „Talente“ als lokale Währung in Langenegg verstärkt ausgeführt werden und um Großen Walsertal („Walsertaler“), Klostertal („Klostertaler“) und Walgau konzipiert und in erster Phase umgesetzt werden.Im Zeitraum des Projektes konnten eine Vielzahl an Initiativen zur Implementierung lokaler Währungen umgesetzt werden. Die lokale Währung soll im sozialen vor allem aber auch im Nahversorgungsbereich verstärkt Einsatz finden. So konnten in Vorarlberg die „Talente“ als lokale Währung in Langenegg verstärkt ausgeführt werden und um Großen Walsertal („Walsertaler“), Klostertal („Klostertaler“) und Walgau konzipiert und in erster Phase umgesetzt werden. Es konnten lokale Inititiavgruppen gegründet werden, die für sich das Konzept der lokalen Währung weiterbetreiben.

Bezug zum Programm

Das Projekt ist ein grenzüberschreitendes und dem INTERREG Alpenraum Bodenseeprogramm zugeordnet. Es wurde 2008 von der Talentegenossenschaft zur Förderung beantragt. Die Projektentwicklung wurde von Telesis im Laufe des Jahres 2008 unterstützt und zur Förderung eingereicht. Als Projektträger agiert die Talentedienstleistung- und Handel eGen in der sich Telesis ebenfalls als Mitglied engagiert.